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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Eintreffen der aus Selz von der Kaiserin Adelheid kommenden Quedlinburger Gesandtschaft. Otto stimmt der ihm übermittelten Bitte zu und erhebt seine Schwester Adelheid zur Äbtissin des Kanonissenstiftes in Quedlinburg. Sie empfängt von ihm eine reiche Ausstattung, ferner sendet er ihr durch den Grafen Becilin den goldenen Abtstab und ordnet die Weihe durch den Bischof Arnulf von Halberstadt an; der Papst gewährt gleichzeitig dem Stift die Bestätigung aller älteren Privilegien.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 43, S. 180: Cesar piis assensum prebens desideriis, amitae suimet necem deflet et abbaciam dilectae suimet germanae „per Becelinum portitorem” (eigenhändig von Thietmar eingefügt) virga a longe commisit aurea et, ut ab episcopo benediceretur Arnulfo, precepit.; Ann. Quedlinb. SS. 3, 76: ... imperator ... pro obsequiis venerandae suae amitae exhibitis, et pro electione sororis, grates sanctae congregationi remandat innumeras, eamque honori et oneri matris spiritalis, non ut potuit imperando, sed ut pium decuit postulando, succedere deliberavit.

Kommentar

Ewald (Zur Diplomatik Silvesters II. NA. 9, 352 f.) nimmt an, daß Adelheid selbst der Gesandtschaft nach Rom gefolgt sei. Damit ist jedoch der Bericht Thietmars, der die Abordnung eines Boten hervorhebt, nicht gut vereinbar.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1305a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-03-00_1_0_2_3_0_979_1305a
(Abgerufen am 21.08.2017).