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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto erhebt seinen Freund und Kämmerer Ziazo zum Patricius von Rom.

Überlieferung/Literatur

Vgl. D 172, Reg. 1146 (Tiezo), ferner D 346, Reg. 1344 u. Reg. 1338 c.

Kommentar

Vgl. Uhlirz, Ital. Kirchenpol. 297 f. u. Anm. 3; Gefolge Ottos III. 31 f.; Schramm, Renovatio I, 131; II, 28; Koelmel, Kirchenstaat 39; Verfassungsgesch. Roms, 542. ‒ Die Ernennung eines obersten Beamten, des Patricius, war in Rom deshalb notwendig geworden, weil der Kaiser sich einen Teil der Stadt als Residenz erwählt hatte, um von hier aus mit dem Papst die Geschicke des erneuten Imperiums zu lenken. Vgl. Jbb. O. III. 272 ff., Reg. 1279 d. ‒ Die Befugnisse müssen jenen eines Pfalzgrafen ähnlich gewesen, vor allem muß ihm die ständige missatische Gewalt zugekommen sein. Vgl. Jbb. O. III. 301f.; Ficker-Puntschart, Reichsfürstenst. II/1, 349 S. 270; Schmitz, Lothring. Pfalzgrafen, 11 f.; Gerstner, Lothring. u. rhein. Pfalzgrafschaft und dazu H. Mitteis, ZRG. Germ. Abt. 65 S. 406‒410; Braumüller, Pfalzgrafenamt Kärnten, 623 ff. ‒ Erdmann, Ideenwelt (1951) 95 ff. ist der Ansicht gewesen, daß Ziazo die allgemeine Stellvertretung des Kaisers in den Reichsgeschäften ausgeübt habe.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1321c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-00-00_1_0_2_3_0_1018_1321c
(Abgerufen am 24.03.2017).