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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Der Missus des Kaisers Huangerius hält mit dem Grafen von Ceneda, Adalbertus qui et Azeli, in Anwesenheit des Bischofs Rozo von Treviso, von 7 iudices und zahlreichen Beisitzern Gericht über die Klage des Missus und Gesandten des Dogen Petrus II. Orseolo von Venedig, Mauricius Maurocenus, gegen den Bischof Johannes von Belluno wegen Besitzrechten in Heracliana (Civitas nova) Gericht. Die Rechte Venedigs werden anerkannt und für jede Verletzung die Bannbuße von 1000 Goldmancosen verhängt.

Überlieferung/Literatur

Cod. Trevisaneus im Staatsarchiv zu Venedig, Loc. 49,0 Nr. 29, 117 f. Nr. 175; Kohlschütter, Venedig 87 ff. Beil. Nr. 2; Hübner, Gerichtsurkk. 121 Nr. 1120.

Kommentar

Huangerius, der Missus des Kaisers, dürfte mit dem 994 in DO. III. 154 (Reg. 1124) für Raimbald von Treviso genannten Uuangerius identisch sein. ‒ Möglicherweise handelt es sich hier um den Boten gleichen Namens der kais. Kanzlei, den Gerbert in einem Schreiben an Willigis oder Heribert etwa Ende September 997 erwähnt. Lettres No. 184 (Havet) S. 169 f. ‒ Vgl. Vorarbeiten III. ‒ Über Adalbert, Graf in Ceneda, vgl. Reg. 1286 b. ‒ Staphylo = Staffolo an d. unteren Livenza. ‒ 1000 Goldmancosen waren bis ins 10. Jh. 10, später 5 Pfund Gold. Vgl. E. Mayer, Italien. Verfg. II. 217 f. Anm. 51.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1278a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-05-03_1_0_2_3_0_916_1278a
(Abgerufen am 28.04.2017).