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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto verleiht dem Abt Alawich von Reichenau das Recht, in Allensbach einen Wochenmarkt und eine Münzstätte zu errichten; allen Besuchern wird freier Zugang zugesichert. Jede Verletzung des Markt- und Münzrechtes unterliegt der gleichen Strafe wie in Mainz, Worms und Konstanz.

Überlieferung/Literatur

Nach der Originalurkunde des Abtes Eggehard von Reichenau vom 2. Mai 1075 im Badisch. Generallandesarchiv zu Karlsruhe.

MG. DD. O. III. 705, Nr. 280.

Dümgé, Regg. Bad. 60; Brandi, Reichenauer Urkundenfälsch. 60; Mainzer UB. I 240.

Kommentar

Der erhaltene Auszug läßt das Diktat des Her. C erkennen. Für die Datierung kommt außer dem Frühjahr 998 auch die Zeit des Aufenthaltes Ottos III. auf dem Hohentwiel im Juni 1000 besonders in Betracht. ‒ Zur Marktverleihung vgl. Gothein, Wg. d. Schwarzwaldes, I. 67; Sohm, Städtewesen, 20f.; Keutgen, Stadtverfassung, 85f.; Kletler, Nordwesteuropas Verkehr 138f.; Stein, Verkehrsgesch., 17f., Anm. 89; Planitz, Frühgesch. d. dtsch. Stadt. 76, 87. ‒ Es handelt sich um eine der ältesten Wochenmarktsverleihungen in Deutschland.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1265, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-04-00_1_0_2_3_0_897_1265
(Abgerufen am 25.03.2017).