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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Auf Wunsch des Kaisers verleiht der Papst dem Abt Alawich von Reichenau für seine während des Romzuges geleisteten Dienste das Ehrenvorrecht, die Kleidung der römischen Kardinäle mit Dalmatika und Sandalen zu tragen, und seinem Kloster das Vorrecht, daß der jeweils gewählte Abt die Weihe in Rom durch den Papst empfangen solle. Dabei seien jedes Mal zwei weiße Pferde und mehrere Codices, ein Sakramentar, ein Evangeliar und ein Briefbuch abzuliefern.

Überlieferung/Literatur

JL. 3880, 3881; GP. II/1, 152, Nr. 12. ‒ Herim. chron. SS. 5, 118 ad 997: Alawicus abbas ... Romae ab ipso papa consecratus et privilegio donatus est.

Kommentar

Jaffé hat ebenso wie Brandi (Reichenauer Urkundenfälschungen I 28, 119 Nr. 72, 73) irrtümlich die Ausstellung zweier päpstlicher Privilegien angenommen; vgl. dagegen Brackmann (GP. w. o.). ‒ Zu dem eigenartigen Weihezins vgl. Th. Klauser, Liturgische Austauschbeziehungen. HB. 53 (1933) 185: Klewitz, Krönung d. Papstes. ZRG. kanon. Abt. 30 (1941) 117. ‒ Elze, Sacrum pal, Lateran (Studi Gregori IV 1952) 50. ‒ Schramm, Herrschaftszeichen III (1956) 715.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1263e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-04-00_1_0_2_3_0_895_1263e
(Abgerufen am 18.01.2017).