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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Während des Aufenthaltes in Ravenna betraut der Kaiser den Kanzler Heribert mit der Herstellung und Sicherung der Ordnung im Exarchat. Ähnliche Aufgaben erhält jetzt oder etwas später der Pfalzbischof Leo in der Gegend von Rimini, während Bischof Notger von Lüttich in den südlichen Gebieten Mittelitaliens als kaiserlicher Missus erscheint.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Landberti vita Heriberti c. 4. SS. 4, 742: Illum aliquando imperator Ravennae reliquerat ad reconciliandos sibi industria sua discordes.; Brunonis vita quinque fratrum c. 10, SS. 15, 725: Leonem episcopum de palacio, qui contendens pro fidelitate regis et suo questu multam pecuniam adquisivit in illo comitatu.

Kommentar

Vgl. dazu M. Uhlirz, Italien. Kirchenpol. 273, Anm. 5, 276, 277, Anm. 1 ‒ Notger war zweifellos der als kaiserlicher Missus 999 in Gaeta tätige Kapellan „Notticherius gentis Lotheringorum”. Cod. dipl. Cajet. 191, Nr. 101; Hübner, Gerichtsurkk. 1132, 1133; Kurth, Notger de Liége I, 40 Anm. 3, 99 Anm. 101. Vgl. Reg. 1302 a. ‒ Die Tätigkeit Leos scheint sich nicht zum Vorteil der kaiserlichen Sache ausgewirkt zu haben; jedenfalls kam es im Gebiet von Rimini nach dem Tode Ottos III. zu blutigen Unruhen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1259a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0998-02-10_1_0_2_3_0_876_1259a
(Abgerufen am 24.03.2017).