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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Der Kaiser, der mit zahlreichen weltlichen und geistlichen Fürsten in Aachen weilt, sammelt bedeutende Streitkräfte. Das Ziel des geplanten Unternehmens kann allerdings noch nicht festgesetzt werden. Hilferufe des Papstes mahnen ihn, nach Italien zu ziehen, aber die Nachrichten von der heidnisch-nationalen Reaktion in Ungarn, wo sich nach dem Tode des Fürsten Geisa (Reg. 1219 b) die Gegner der Arpaden, an ihrer Spitze der Karchan Koppány gegen eine Nachfolge Stephans (Waik), des Sohnes Geisas, gewendet haben, lassen die der Ostgrenze des Reiches drohende Gefahr eines Einfalles der Magyaren erkennen.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Lettres de Gerbert, Nr. 219 (Havet) S. 231 f.: Dum legati mei non redeunt, nec novi a vestra maiestate superveniunt, plenus curarum, plenus sollicitudinum dies nodesque perfero. Auget curas Scythicus axis, Italia multiplicat. Si Scythas relinquimus metuo, si Italos non adimus reformido. Quia Italis. Ecce enim eorum legati, dum proprias iniurias nunciant, vestras praedicant.

Kommentar

Vgl. M. Uhlirz, Die „Scythae” in den Briefen Gerberts von Aurillac. MIÖG. LIX. (1950) 411 ff.; Vorarbeiten III. 184 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1246a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-11-00_1_0_2_3_0_845_1246a
(Abgerufen am 12.12.2017).