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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Tod des Abtes von Reichenau Witigowo; sein Nachfolger wird Alawich II., der von Papst Gregor V. die Weihe und ein Privileg empfängt.

Überlieferung/Literatur

Herimanni Aug. Chron. SS. 5, 118; Chron. Suev. SS. 13, 68; Catalog. abb. s. Galli. SS. 2, 38; Catal. abb. Aug. SS. 13, 332; Purchardi Gesta Witigowonis, MG. Poetae latini V/1, 260‒279.

Kommentar

Reichenau hat unter der Leitung Witigowos seine höchste Blüte erfahren (Bau des Münsters, Pflege der Buchmalerei). Dennoch haben die Mönche sich gegen ihn erhoben und ihn bald nach seiner Rückkehr von der Kaiserkrönung in Rom genötigt, sein Amt niederzulegen. Kurze Zeit darauf ist er gestorben. Vgl. K. Beyerle in „Kultur d. Abtei R.” I, 112 ff.; K. Gröber, ebd. 874 f.; K. Künstle. Kunst d. Kl. R. i. 10. u. 11. Jh. (1906); A. Holder, Reichenauer Handschriften (1906). ‒ Als Todestag kommt der 16. Juni in Betracht, an dem das Necrologium des Klosters (MG. Necrol. 1, 277) einen ‚Witegouo’ verzeichnet. Eine Hand des 17. Jh. hat den Zusatz „abbas” hinzugefügt. Da der Sturz Witigowos noch während der Abwesenheit des Kaisers, also im Sommer 996 erfolgte, andererseits 997 schon sein Nachfolger Alawich genannt wird, dürfte er in diesem Jahr am 16. Juni gestorben sein.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1229b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-06-00_1_0_2_3_0_814_1229b
(Abgerufen am 27.05.2017).