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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Eintreffen des päpstlichen Legaten Leo, des Abtes von S. Bonifacio ed Alessio, am kaiserlichen Hof; er überbringt die Beschlüsse des Konzils von Pavia und die Nachricht von der Erhebung des Johannes Philagathos zum Gegenpapst. Der Kaiser, der über das Verhalten seines ehemaligen Lehrers tief erbittert ist, entzieht ihm die Leitung der Abtei Nonantola und überträgt sie Leo.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Regg. 1210 f, 1217 h, i; 1218 b; 1219.

Kommentar

Leo hatte jedenfalls auch die Aufgabe, den Kaiser von der Führung des geplanten Slavenkrieges abzuhalten und ihn zu bewegen, mit einem deutschen Heer nach Italien zu ziehen und Papst Gregor V. nach Rom zurückzuführen. Wahrscheinlich hat er Otto gleichzeitig im Auftrag des Papstes das kunstvolle Figurengedicht überreicht, das Abt Abbo von Fleury auf dessen Wunsch während ihres Aufenthaltes in Spoleto verfaßt hatte, um den Kaiser für die Unterstützung des Papsttums zu gewinnen. Vgl. MG. Poetae latini V/1, 469 ff.; Aimoni Vita Abbonis c. XIII. Migne, Patrol. lat. CXXXIX. col. 403 f.; Van de Vyver, Abbo de Fleury, Revue bénédictine (1925) 167; Schramm, Briefe Ottos III. 114. ‒ Vgl. zu dem Aufenthalt Abbos in Spoleto M. Uhlirz, Jbb. O. III. Exkurs XV. Die zweite Sendung Abbos von Fleury zu dem Papst und die Wiedereinsetzung Arnulfs als Erzbischof von Reims, S. 518 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1218e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-03-00_2_0_2_3_0_790_1218e
(Abgerufen am 21.01.2017).