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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Schwere Kämpfe im Bardengau, die längere Zeit andauern. Einfall der Welataben, die von den westfälischen Mannschaften unter der Führung des Bischofs Ramward von Minden siegreich zurückgeschlagen werden.

Überlieferung/Literatur

Ann. Quedlinb. SS. 3, 73. ‒ Thietmar IV c. 29, S. 167.

Kommentar

Nach den Ann. Quedlinb. hätte der Einfall in den Bardengau gleichzeitig mit dem Feldzug Ottos gegen die Heveller (Reg. 1233 a) stattgefunden; nach Thietmar ist er eine Folge desselben gewesen (Ob hoc hostes nostri Berdangun turmatim aggressi a nostris sunt devicti); Thietmar gibt auch an, daß an dem Tage der Schlacht, an der Bischof Ramward teilnahm, ein Ritter Gardulf gefallen sei. Das Necrologium Merseburgense (S. 244) verzeichnet den 6. November als Todestag eines Ritters dieses Namens. Schramm (Briefe O. III. 102 ff.), der die Kämpfe im Bardengau in den Juni‒Juli verlegt, glaubt, daß es sich hier um zwei verschiedene Persönlichkeiten gleichen Namens gehandelt habe. Wenn wir uns aber mit Sickel (Erläut. 425) an die Darstellung Thietmars halten und daher annehmen, daß die Kämpfe im Herbst stattgefunden haben und von längerer Dauer waren, ist der angegebene Todestag Gardulfs, der an den Folgen einer Verletzung gestorben sein kann, mit dem Bericht Thietmars ohne Schwierigkeit vereinbar. ‒ Vgl. dazu Kloß, Grafschaftsgerüst, 79 und Artler, Streitkräfte, 28 ff. ‒ Vgl. Reg. 1226 a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1235a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0997-00-00_1_0_2_3_0_829_1235a
(Abgerufen am 30.05.2017).