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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Abt Abbo von Fleury, der Anführer der Mönchspartei in Frankreich, kommt im Auftrag König Roberts nach Rom, um mit dem Papst über den Reimser Kirchenstreit und die Eheangelegenheit des Königs zu verhandeln; da er Gregor V. nicht mehr in Rom antrifft, wo sich Crescentius der Herrschaft bemächtigt hat, reist er dem Papst nach und erreicht ihn in Spoleto. Abbo erlangt die Zustimmung des Papstes zur Wiedereinsetzung des Erzbischofs Arnulf in Reims und empfängt für diesen das Pallium. In der Frage der Vermählung König Roberts vertagt der Papst die Entscheidung auf die angesagte Synode. Ferner erhält Abbo den Auftrag, ein kunstvolles Figurengedicht zu verfassen, das dem Kaiser überreicht werden soll, um ihn zu bewegen, nach Italien zur Unterstützung des Papsttums zu kommen und das geplante Unternehmen gegen die Slaven zurückzustellen.

Überlieferung/Literatur

Aimoni vita Abbonis, c. XI‒XIII. Migne, Patrol. lat. CXXXIX col. 401 ff. u. Epist. Abbonis IV. ib. col. 422. Das Figurengedicht vgl. in MG. Poetae latini V/1, 469 ff.

Kommentar

Vgl. Jbb. O. III. 231 f. ‒ Exkurs XV. Die zweite Sendung Abbos v. Fleury zum Papst, 518 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1210Ig, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-10-00_5_0_2_3_0_761_1210Ig
(Abgerufen am 21.10.2017).