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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto bestätigt der bischöflichen Kirche zu Würzburg die Immunität. ‒ Heribertus canc. vice Uuilligisi archiep.; Fälschung, bei deren Herstellung mehrere echte Würzburger DD. O. III. verwertet wurden; M., SI. 3. „Credimus et vere scimus.”

Überlieferung/Literatur

Urkunde aus dem Anfang d. 11. Jh. in Diplomform im Bayer. Hauptstaatsarchiv zu München, Kaiserselekt Nr. 175 (A).

Im Staatsarchiv Würzburg, Stdb. 2, S. 60‒62; 272, f. 25‒26 u. 29'‒30. (Liber albus a. d. J. 1278).

Seiz, Analysis libri cui titulus Brevis notitia monast. Ebracensis (1740) 174 aus notarieller Kopie von A.; MG. DD. O. III. 867 f., Nr. 432.

Böhmer 782; Stumpf 1093.

Kommentar

Zur Unechtheit vgl. Stumpf-Brentano, Wirzburger Immunität-Urkk. (1874) I. 31 ff., 43 ff. ‒ Im Gegensatz dazu ist E. Mayer (D. Herzogt. d. Bisch. v. Würzburg. DZ. f. Gesch. wiss. VI. NF. 1 1896/97, 189 ff.) für die Echtheit eingetreten. Doch kann man aus den verschiedenen Entlehnungen aus DD. O. III. 229, 315, 391 (Regg. 1209, 1311, 1402) zwar die Benützung dieser Stücke, nicht aber Beweise für die Echtheit ableiten. Der sachliche Inhalt des Spuriums bietet allerdings keine Handhabe, die Urkunde als eine Fälschung zu erklären, ebensowenig die nahe Verwandtschaft mit DH. II. 248. ‒ Die Datierung ist D 229, der Anfang der Arenga D 315 entnommen. Zu der Übereinstimmung der Datierung mit dem Itinerar des Kaisers im Herbst 996 vgl. Jbb. O. III. Exkurs XII. S. 494 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. †1483, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-09-15_1_0_2_3_0_1375_F1483
(Abgerufen am 24.11.2017).