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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Zu dieser Zeit hat der Kaiser einen Teil seines Gefolges nach Deutschland vorausgeschickt und zwar hat sich damals Gerbert nach Reims begeben und auch Adalbert von Prag dürfte mit Bischof Notger von Lüttich über den Apennin und die Alpen gezogen sein, während Otto mit seinem engeren Gefolge in langsamem Marsch über Arezzo-Florenz-Marlia-Vico und den La Cisa-Paß die Fahrt in die Potiefebene antrat.

Kommentar

Das Lobgedicht V, 821 ff. und ihm folgend die Röm. Vita berichten, daß Adalbert nach schmerzlichem Abschied von dem Aventinkloster die Fahrt nach Deutschland in Gesellschaft Notgers machte, während Brun von Querfurt sagt, er sei mit dem Kaiser gezogen. Da die Mitteilung des Lobgedichtes auf Benedikt, den zweiten Begleiter Adalberts zurückgeht, aber auch Brun damals der kaiserlichen Kanzlei angehört hat, handelt es sich in beiden Fällen um Augenzeugenberichte, die sich jedoch leicht vereinen lassen. Adalbert befand sich in den ersten Wochen, nachdem der Kaiser Rom verlassen hatte, ebenso wie Gerbert in dessen engerem Gefolge, hat sich dann, als die Rückkehr Ottos beschlossen worden war (Reg. 1196), von ihm verabschiedet und ist mit Notger von Lüttich über Apenin und Alpen nach Deutschland gezogen. Zur Fahrt über den La Cisa-Paß vgl. Giov. diac. cron. Venez. c. 29 B, 153; per Tuscie viam Papiensem reppetens urbem.; Schrod, Reichsstraßen, 23; G. Schütte, Der Apenninenpaß des Mons Bardone u. d. dtsch. Kaiser, Hist. Stud. 27 (1901) 58.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1195a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-07-00_2_0_2_3_0_733_1195a
(Abgerufen am 19.10.2017).