Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

Sie sehen den Datensatz 718 von insgesamt 1375.

Otto zeigt seiner Großmutter, der Kaiserin Adelheid, seine erfolgte Kaiserkrönung an und dankt ihr für ihre gute Gesinnung und ihre Verdienste.

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Cod. Vallicellanus, Rom, G,94 f. 113.

J. Massonus, Epist. Gerberti (1611) Nr. 157; Havet, Lettres de Gerbert (1889) No. 215, S. 202: Dominae A. imperatrici semper augustae O. gratia Dei imperator augustus. Quia secundum vota et desideria vestra divinitas nobis iura imperii contulit felici successu, divinitatem quidem adoramus, vobis vero grates rependimus. Scimus enim et intelligimus maternum affectum, studia, pietatem, quibus rebus obsequio vestro deesse non possumus. Proinde quia dum promovemur, vester honor attollitur, rem publicam per vos promoveri, ac promotam feliciter in suo statu regi multum oramus et optamus. Valete. MG. DD. O. III. 604 f., Nr. 196.

Kommentar

Das von Gerbert verfaßte Schreiben entsprach zweifellos dem Empfinden des jungen Kaisers und läßt keineswegs eine Spannung oder ein gehässiges Verhalten, wie es Odilo von Cluny (Epitaphium Adalh. c. 8, SS. 4, 640) andeutet, erkennen. Gerbert hat mit diesem Schreiben seine Tätigkeit als Notar und Privatsekretär des Kaisers, die er bis Anfang August ausübte, begonnen. Sickel (Erläuter. MIÖG. 12, 418f.) war der Ansicht, daß dieses Schreiben unmittelbar nach der erfolgten Krönung (21. Mai) verfaßt worden sei und dementsprechend ist es in MG. DD. O. III. als Nr. 196 vor dem 22. Mai eingereiht worden. Aber es ist nicht anzunehmen, daß Gerbert schon in den Krönungstagen die Geschäfte eines Notars übernommen hat. Der Kaiser kann ihn doch erst nach seiner Verteidigungsrede vor der Synode in seine Umgebung gezogen haben, die frühestens am 24. oder 25. Mai gehalten wurde. Demnach wäre der Brief nicht als Nr. 198, sondern als 208 a in die DD. O. III. einzureihen. ‒ Vgl. zu dem Brief Vorarbeiten III. S. 176.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1184, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-05-00_1_0_2_3_0_718_1184
(Abgerufen am 20.01.2017).