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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto (divina favente clemencia rex) bestellt den Grafen Benzo von Lodi zum Königsboten (... notum volumus cunctis in Laudensi comitatu manentibus maioribus seu minoribus, nostre auctoritatis paina concessisse Benzone ipsius comitatus comiti abere potestatem et iura, sicuti et iudicare potuerit, omni nostra nostrorumque fidelium remota contradictione.) ‒ Diktat nicht feststellbar; die Besiegelung war anbefohlen. ‒ „Si nostrorum fidelium mentes ecsultare fecerimus”.

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Transsumt in der Gerichtsurk. des Grafen Benzo vom J. 1000, August. Abschrift des 11. Jh. Archivio communale di Cremona, Fondo segreto, Nr. 162 (C).

Muratori, Antiqu. Ital. 1 (1725) 455; MG. DD. O. III. 604, Nr. 195.

Stumpf 1287 (zu 984‒996).

Kommentar

Da es sich nach dem Wortlaut der Verfügung um eine Bestellung des Missus nur für die Grafschaft Lodi handelte, ist es sehr wahrscheinlich, daß diese Regelung schon während des Aufenthaltes in Pavia und nicht erst in Ravenna oder auf dem Marsch nach Rom erfolgte. Zu dem verschiedenen Aufgabenkreis der einzelnen Missi vgl. Ficker, Forsch. II., 1 ff.; Mayer, Ital. Verfassg. II, 353 ff. ‒ In der Form weicht diese Verfügung von dem einfachen Mandat Ottos I., D 347, das keine Besiegelung erwähnt, ab. Die späteren Ernennungsschreiben von Königsboten DH. II. 308 und 308 bis und DH. III. 71 folgen dem Vorbild von DO. III. 195 und erwähnen die Besiegelung. Dennoch läßt DH. III. 71, das einzige erhaltene Original, keine Spur einer Besiegelung erkennen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1167, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0996-04-00_2_0_2_3_0_686_1167
(Abgerufen am 24.05.2017).