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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Aufenthalt Ottos in Aachen. Beratungen mit Notger von Lüttich und den lothringischen Großen. Der König dürfte sich mit der Regelung der Nachfolge in dem Bistum Cambrai (Reg. 1149 a), wo der vor kurzem eingesetzte Bischof Erluin großen Schwierigkeiten in Bezug auf die Wiederherstellung des entfremdeten Kirchengutes begegnet, und der Neubesetzung des Utrechter Bistums beschäftigt haben, das seit dem Tode Balduins (Balderichs) am 10. Mai erledigt war (Reg. 1138 d). Auf Rat Notgers von Lüttich erhebt er den Grafen Ansfried von Holland und Westfriesland (vgl. D 14, Reg. 970), der als Witwer Mönch geworden war, zum Bischof von Utrecht, so daß durch die Vereinigung der reichen Güter des Grafen mit denen des Bistums ein sehr bedeutendes Herrschaftsgebiet der Kirche an den Rheinmündungen entsteht.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Thietmar IV c. 31, 37; Annalista Saxo, SS. 6, 639; Alpertus de diversitate temporum I. c. 12. SS. 1, 705 f; Ann. Parchenses, SS. 16, 601.

Kommentar

Vgl. über Ansfried noch Hauck, Kg. Dtsch. 3 3, 486, dessen Ansicht, daß die Erhebung Ansfrieds schon im Frühjahr dieses Jahres in Aachen erfolgte, nicht zutreffend ist. ‒ Die Gattin Ansfrieds hatte das Nonnenkloster Thorn am rechten Ufer der Maas gegründet, dessen erste Äbtissin ihre Tochter Benedicta wurde. ‒ Aegidius Aureaevall. Gesta epp. Leod., SS. 25, 60. Zusatz zu Kap. 53. ‒ Kurth, Notger de Liége, 95 ff., 242 u. Anm. 1; Vanderkindere, Formation territoriale II, 281, 293 ff.; Lahns, Bischofswahlen, 37, 79; Pelster, Kölner Kirchenprovinz, 47; Reese, Niederlande, 97 ff.; Thiemann, Niederl. Raum, 82 ff.; Schnitger, Bisch. aus Königssippen, 31.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1159a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0995-11-00_1_0_2_3_0_658_1159a
(Abgerufen am 21.07.2017).