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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto gewährt auf Intervention des Erzbischofs Willigis und des Bischofs Hildibald von Worms dem Abt Dietmar seine Bitte und bestätigt dem Kloster Korvei die von seinen Vorgängern empfangenen Privilegien über die Verleihung des Wahlrechtes, sowie über den Zehentbezug von ihrem Besitz und dessen Immunität. ‒ Hildibuldus canc. vice Uuilligisi archiep.; in wörtlicher Wiederholung von DO. II. 81 mit den notwendigen Ergänzungen verfaßt wahrscheinlich von HK, der auch die Urkunde bis zur 5. Zeile geschrieben haben dürfte; Her.A dürfte die Ausfertigung der Urkunde vollendet haben; MF., SI. D. „Si piis petitionibus fidelium nostrorum”.

Überlieferung/Literatur

Staatsarchiv zu Münster, Corvey Nr. 35 (A).

Abschrift des 15. Jh. Kopiar von Korvei. Ebd. Ms. 7, 134, p. 148; Abschrift d. 17. Jh. Ebd. Ms. I., 147, 114; Abschrift d. 18. Jh. Niedersächs. Staatsarch. Wolfenbüttel, Hs. IV. 53, 223.

Schaten, Ann. Paderborn. ed. I., 1 (1693) 340 (aus A); MG. DD. O. III. 580 f., Nr. 169.

Erben, Exkurse in MIÖG. XIII. Tafel 2.

Böhmer 748; Stumpf 1041.

Kommentar

Der Gang der Herstellung der Urkunde ist umstritten. Die Bearbeiter Foltz-Uhlirz der MG.Ausgabe haben als Verfasser HF und als Ingrossator des Kontextes HK angenommen und nur das Eschatokoll Her.A zugeschrieben, während Kehr als Schreiber des Kontextes HI bezeichnet hat. Erben (Exkurse VII, 578) hat Diktat und Schrift dem Notar HK beigelegt; Wieser (Quellenstudien, Innsbrucker Seminar, 5, 95 ff.) stellt jedoch fest, daß HK nur die ersten fünf Zeilen geschrieben habe, der Rest der Urkunde aber eine andere Hand, die er als HKβ bezeichnet, erkennen lasse. ‒ Über HK vgl. Stengel, Immunitätspriv., 210f. und Anm. 5 und Immunitätsurkk., 27 ff. ‒ In der Nachurkunde DH. II. 12 wurde der Abschnitt über das Wahlrecht weggelassen, der in DK. II. 17 (Reg. K. II. 17) nach DO. III. 169, das daher der Kanzlei vorgelegen haben muß, wiederaufgenommen wurde. Vgl. auch DK. II. 124, Reg. K. II. 127. ‒ Über Korvei, wo sich eine echte Volksburg aus der Zeit Heinrichs I. befand, vgl. Erdmann, Burgenordnung, DA. 6, (1943), 86 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1142, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0995-07-30_1_0_2_3_0_622_1142
(Abgerufen am 27.05.2017).