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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto sendet seinen Boten, namens Bruno, nach Venedig zu dem Dogen Petrus, um den Streit mit dem Bischof von Belluno zu beenden. Dieser weigert sich jedoch, mit dem königlichen Missus zu verhandeln. Daraufhin erläßt der Doge nach Beratung mit dem Missus und den Seinen für die Venetianer das strenge Verbot, die Marken Verona und Istrien zu betreten und Handel mit ihnen zu treiben.

Überlieferung/Literatur

Giov. diac. cron. Venez. c. 28 b. (FSI. IX) 150 f. ‒ Vgl. Reg. 1134 a.

Kommentar

Dieser Wirtschaftskrieg hatte zweifellos schwere Folgen für die betroffenen Gebiete. Inzwischen übernahm nach dem Tode Herzog Heinrichs von Bayern (28. Aug. 995, Reg. 1144 c) Otto vom Wormsgau die Leitung Kärntens (Reg. 1146 c), doch konnte er keine Entscheidung treffen, die vielmehr dem König, dessen Romfahrt bevorstand, vorbehalten blieb. Vgl. Kohlschütter, Venedig, 25 f. ‒ Vermutlich war der „nobilis miles Brun” der älteste Sohn Ottos vom Wormsgau, Brun, der spätere Papst Gregor V. Es ist sehr naheliegend, daß der König eine mit den Verhältnissen in den Grenzmarken Kärntens vertraute Persönlichkeit mit jener wichtigen Aufgabe betraut hat. Daß Brun als „miles” bezeichnet wird, kann entweder auf einen Irrtum des Chronisten oder darauf zurückzuführen sein, daß er noch nicht die Weihen und kirchlichen Rang erhalten hatte.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1138a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0995-05-00_1_0_2_3_0_607_1138a
(Abgerufen am 29.03.2017).