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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Feldzug gegen die Slaven. Der König überschreitet an der Spitze seines Heeres wahrscheinlich bei Arneberg die Elbe (vgl. Reg. 1105) und dringt überraschend gegen Brandenburg vor. Bei seinem Erscheinen löst sich der Belagerungsring der Liutizen auf, sie ergreifen die Flucht. Die Besatzung von Brandenburg begrüßt jubelnd den König mit dem Gesang des Kyrie eleison, in dem die Befreier einstimmen. Der König zieht in Brandenburg ein und kehrt nach Zurücklassung einer ausreichenden Besatzung an die Elbe zurück, die er spätestens am 26. oder 27. bei Frohse, wo er von der Kaiserin Adelheid erwartet wird, überschreitet.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 22, S. 158: Tunc rex collectis undiquessecus sociis illo properat, et hostes nostri magnam vim defensoribus urbis inferentes, cum ultimam legionem vidissent, cito amotis fugierunt castris. Nostri autem in ereptione interius gaudentes kirieleison canunt, et advenientes unanimiter respondent. Munita urbe presidio rex abiit et eandem in sua potestate diu tenuit. ‒ Der Bericht der Ann. Hildesh. (S. 26) stimmt merkwürdigerweise in dem Ergebnis nicht mit jenem Thietmars überein: Et eo anno Saxones tribus vicibus expeditionem paraverunt in Sclavos et nihil profecerunt; econtra Sclavi [crebis latrociniis Saxoniam fatigabant]. ‒ Vgl. noch D 137, Reg. 1106.

Kommentar

Vgl. dazu Reg. 1104 a. ‒ Der Zeitraum von 12 Tagen ist für den Zug nach Brandenburg, die Besetzung der Stadt und die Rückkehr an die Elbe vollständig ausreichend. Der König kann seinen Truppen nach Frohse vorausgeeilt sein; zweifellos war die vormundschaftliche Regierung bemüht, ihn in Sicherheit zu bringen und seinen Aufenthalt im Slavenland nicht allzulang auszudehnen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1105a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0993-08-15_2_0_2_3_0_528_1105a
(Abgerufen am 28.03.2017).