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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Nachdem der Ritter Kizo, der sich 991 Brandenburgs bemächtigt hatte (Reg. 1039 c), entschlossen war, diesen befestigten Platz dem deutschen König zu übergeben, sammeln die Liutizen ihre Scharen und greifen die Besatzung, die sich verschanzt hatte, von allen Seiten an. Kizo schickt eilends Boten nach Magdeburg, wo Otto weilt, und bittet um Hilfe. Der König sendet sofort die verfügbaren Streitkräfte unter der Führung Ekkehards von Meißen und der sächsischen Grafen Friedrich, Heinrich, Udo, Sigfried und Liuthars, des Bruders Herzog Bernhards, zum Schutze Brandenburgs den Feinden entgegen. Er selbst begibt sich mit der Kaiserin Adelheid und der Äbtissin Mathilde, sowie mit seinem Gefolge von Magdeburg nach Derenburg, wo er einige Zeit verweilt und einzelne Aufgebote, wie jene der Bischöfe Milo von Minden und Liutolf von Augsburg sammelt.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 22, S. 156 ff. ‒ Vgl. Regg. 1102, 1103, 1104 a. Über Kizo vgl. auch Ann. Hildesh. ad a. 991 ‒ 993.

Kommentar

Friedrich wird von Thietmar irrtümlich als Pfalzgraf bezeichnet. Er bekam das Palatinat erst 995. Vgl. über ihn Kurze, Sächs. Pfalzgrafsch., 301, 305 ff.; Artler, Streitkräfte, 24. ‒ Heinrich, Udo und Sigfried, waren die drei Grafen von Stade, ihr Neffe war der Bischof Thietmar von Merseburg. Vgl. Holtzmann, Chronik Thietmars, Stammtafel S. X. ‒ Zu dem Aufenthalt in Derenburg vgl. Reg. 1102.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1101a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0993-07-20_1_0_2_3_0_522_1101a
(Abgerufen am 29.05.2017).