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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Die Truppen, die mit dem Entsatz von Brandenburg betraut worden waren, werden durch einen Angriff der Liutizen zersprengt, ein Teil in die Festung hineingetrieben und mit der Besatzung eingeschlossen, die anderen aber kehren mit blutigen Verlusten zu dem König zurück. Alle verfügbaren Streitkräfte werden nun eilends in einem Feldlager im Balsamgau zusammengezogen.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 22, S. 156 ff. ‒ Vgl. Regg.: 1101 a, 1106 a.

Kommentar

Vgl. zu dem Slavenfeldzug Richter-Kohl, Annalen III/1, 153 f.; L. Giesebrecht, Wendische Geschichten I., 280f.; Böhmer, Gisilher, 63 f.; Artler, Zusammensetzung d. dtsch. Streitkräfte, 23; Lubenow, Slavenkriege, 27 f.; Kretschmann, Stammesmäßige Zusammensetzung d. dtsch. Streitkräfte, 50; Lukas, Deutsche Politik, 58f. ‒ Die Kämpfe gegen die Slaven haben sich zweifellos über einen größeren Zeitraum erstreckt und können nicht nur zwischen dem 29. Juli und dem 15. August stattgefunden haben. Die Sendung der ersten Hilfstruppen muß um den 20. Juli erfolgt sein, ihre Niederlage dürfte um den 25. Juli stattgefunden haben. Bis die Nachricht von ihrem Mißerfolg an den königlichen Hof gelangte und die Vorbereitungen für einen neuen Feldzug eingeleitet waren, mögen etwa zwei Wochen vergangen sein, so daß der König Mitte August den Zuzug frischer Streitkräfte erwarten konnte.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1104a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0993-07-00_1_0_2_3_0_526_1104a
(Abgerufen am 24.07.2017).