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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Feierliche Weihe des Domes zu Halberstadt, die Bischof Hildiward mit Unterstützung der Erzbischöfe Willigis von Mainz, Gisilher von Magdeburg und Libentius von Hamburg-Bremen und von acht Bischöfen, Liudolf von Augsburg, Hildibald von Worms, Rethar von Paderborn, Erp von Verden, Hugo von Zeitz, Hilderich von Havelberg und Reginbert von Mecklenburg (Oldenburg), sowie des Italieners Ursus von Padua, vermutlich des Legaten des Papstes, vollzieht. Otto nimmt im königlichen Ornat im Beisein der Kaiserin Adelheid und der Äbtissinnen Mathilde von Quedlinburg und Hedwig von Gernrode, sowie zahlreicher geistlicher und weltlicher Fürsten an der Feier teil, bei der zweifellos eine Festkrönung des jungen Königs stattgefunden hat. Als Weihegeschenk überreichte er der Kirche von Halberstadt sein goldenes Szepter. Als Anwesende werden noch die Erzbischöfe Johannes Philagathos von Piacenza und Agio von Capua, Bischof Reinward von Trient, die Äbte Manso von Monte Cassino, Liutzo von Lüneburg, Ohtrad von Merseburg, Thietmar von Korvei und Lambert von Langres (?), Herzog Bernhard von Sachsen und Fürst Landenulf von Capua genannt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Quedlinb. SS. 3, 69; Thietmar IV c. 18, S. 152 (991 mit falschem Tagesdatum 21. Okt.); Gesta ep. Halberstadt. SS. 23, 87 f.; Gesta ep. Magdeb. SS. 14, 391; Chron. Reinhardsbrunn. SS. 30, 516 (ad a 998); Annalium S. Ägidii Brunsvic. excerpta, SS. 30, 9; Annalista Saxo, SS. 6, 636 f.; May, Regg: Erzb. v. Bremen, I., Nr. 151.

Kommentar

Zur Teilnahme des Königs vgl. Gesta ep. Halberstad. w. o. 88; Interfuit etiam dedicationi huic serenissimus rex Otto III, corona ceterisque regalibus indumentis sollempniter insignitus, qui summa devotione et humilitate baculum suum aureum obtulit ad altare beati Stephani ... vgl. dazu Waitz, Vfg. 6 2, 291, Anm. 1; Klewitz, Festkrönungen, 51f. ‒ Die einzelnen Altäre des der heiligen Dreifaltigkeit und dem heiligen Stephan gewidmeten Domes werden von den vornehmsten der anwesenden Kirchenfürsten geweiht. ‒ Die von den Gesta ep. Halberstad. und den Ann. Quedlinburg. gebrachten Nachrichten gehen auf eine zeitgenössische Weihenotiz als ursprüngliche Quelle zurück. Vgl. Kessel, Zur Entst. d. verlorenen ältesten Halberst. Bistumschronik. Festschrift Brackmann (1931) 180 ff. ‒ Zur Bischofswürde Reginberts vgl. Reg. 1054a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1074a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0992-10-16_1_0_2_3_0_468_1074a
(Abgerufen am 18.10.2017).