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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto schenkt auf Intervention des Erzbischofs Gisilher der Magdeburger Kirche seine Hörige Emma samt ihrer Nachkommenschaft. ‒ Hildibaldus canc. vice Uuilligisi archiep.; verfaßt und geschrieben von HF; M., SI. D. „Omnium fidelium nostrorum.”

Überlieferung/Literatur

Verschollen, ehemals Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt zu Magdeburg, Rep. U 1, Erzst. Magd. I 57 (A).

Kopialbuch 6 aus dem XV. Jh., Bl. 30' Ebd.; Abschrift des Polykarp Leyser († 1728) im Niedersächs. Staatsarch. Wolfenbüttel, Hs. VII. C 86, Nr. 20.

Sagittarius in Boysen, Allg. Magazin 1 (1767) 221; MG. DD. O. III. 509, Nr. 98; Israël-Möllenberg, UB. d. Erzst. Magdeburg I. 153, Nr. 106.

Mülverstedt 357; Stumpf 969.

Kommentar

Diese Schenkung war ein persönlicher Gunstbeweis des jungen Königs (ob dilectionem et interventum fidelis nostri Gisalharii ...); wie bei einer früheren Verfügung (D 42 vom 20. März 988 für Hamburg-Bremen, Reg. 1001) muß auch der Übergang der Litin Emma in die Familie der Magdeburger Kirche dieser materielle Vorteile gebracht haben. Auch die zwei weiteren Urkunden, die Magdeburg nach Beendigung des Slavenfeldzuges erhalten hat, lassen erkennen, daß es Erzbischof Giselher verstanden hatte, eine einflußreiche Stelle an dem Hofe des Königs zu erringen. Vgl. DD. 102, 108, Regg. 1068, 1074.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1064, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0992-06-24_1_0_2_3_0_450_1064
(Abgerufen am 18.01.2017).