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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Hoftag. Kaiserin Adelheid und König Otto, sowie dessen Tante, die Äbtissin Mathilde von Quedlinburg, Erzkanzler Willigis von Mainz und Kanzler Hildibald von Worms versammeln die geistlichen und weltlichen Fürsten Sachsens um sich, von denen Erzbischof Gisilher von Magdeburg, die Bischöfe Hildiward von Halberstadt und Gerdag von Hildesheim, Herzog Bernhard, Graf Egbert der Einäugige, Pfalzgraf Dietrich von Sachsen mit seinem Bruder Sigibert, die Markgrafen Ekkehard von Meißen und Hodo von der sächsischen Ostmark, endlich ein Graf Hermann, vielleicht der Stammvater der Grafen von Werl aus dem Engerngau, namentlich genannt werden. Auch Pfalzgraf Hermann von Lothringen ist anwesend. Es kommt zweifellos zu wichtigen Beratungen über die durch den Tod der Kaiserin Theophanu notwendig gewordenen Änderung der vormundschaftlichen Regierung, über die Leitung der Erziehung des zwölfjährigen Königs und über die politische Lage. Ferner werden auf dem Hof tag mit Zustimmung der Fürsten die vermögensrechtlichen Grundlagen für die Gründung eines neuen Nonnenklosters in Quedlinburg geschaffen.

Überlieferung/Literatur

Vgl. D 81. ‒ Reg. 1047.

Nachträge (1)

Nachtrag von Christian Marlow, eingereicht am 13.12.2016.

Korrektur:

In der Urkunde DD O III no 81 wird nicht über ein neues Kloster in Quedlinburg beraten, sondern es wird festgelegt, dass in Walbeck/Hettstedt ein Stift gegründet werden soll, dass der Quedlinburger Kommunität unterstellt wird. Jenes wird auch am 7. Mai 997 - dem Todestag Ottos I. - im Beisein Äbtissin Mathildes geweiht.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1046a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0992-01-00_1_0_2_3_0_417_1046a
(Abgerufen am 12.12.2017).