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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto schenkt auf Wunsch seiner Großmutter Adelheid dem Kloster Selz seinen Besitz in Biebrich und Mosbach a. Rhein im Gau Kuningessundra in der Grafschaft des Druwinus mit dem benachbarten Dominikalland „ad Castellum” (Kastel bei Mainz) und darüber hinaus noch 120 Joch in einer anderen Gegend, die dazu gehören (predium nostrum Biburc et Moskebach ... cum omnibus pertinentiis suis in pago Cunigissunderon in comitatu Druwini comitis ... cum terra dominicali vicina predicto predio pertinente ad Castellum, insuper etiam centum XX iornales in alio loco adiacentes ad predictum Castellum respicientes ...). ‒ Hildibaldus canc. vice Willigisi archiep.; verfaßt von dem in Reg. 1040 erwähnten Notar Adelheids in wörtlicher Nachahmung von D 77 mit den oben angeführten Zusätzen; M. „Noverit omnium fidelium nostrorum presentium.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Aus dem Ende des 13. Jh., Staatsarchiv zu Wiesbaden (B).

Joannis, SS. Mogunt. 2 (1721) 531; MG. DD. O. III. 484 f., Nr. 78.

Böhmer 677; Stumpf 950.

Kommentar

Zur Heranziehung fremder Notare für Kanzleigeschäfte vgl. Kehr (Urkk. O. III. 50f.), der einen starken Einfluß von WF auf das Diktat der Selzer Urkunden annimmt. ‒ Vgl. zur Schenkung Eggers, Grundbesitz, 20, 30, 43; Kraft, Wormsgau, 171, 209. ‒ Über den Grafen Druwinus, der auch in dem Spurium DO. III. 188, einer Fälschung Schotts angeführt wird, Kloß, Grafschaftsgerüst, 85. ‒ Zu dem Gau Kuningessundra = Königssundern zwischen Main und Taunus vgl. Curs, Deutschl. Gaue. 4f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1042, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0991-12-29_2_0_2_3_0_408_1042
(Abgerufen am 25.05.2017).