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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Es gelingt König Hugo, nachdem ein früherer Versuch, Laon mit Waffengewalt einzunehmen, nicht zum Ziele geführt hat, durch die betrügerischen Machenschaften des Bischofs Ascelin, den Erzbischof Arnulf und Herzog Karl vollkommen zu täuschen und Laon zu besetzen; der Herzog gerät mit seiner Familie ebenso wie Arnulf in Gefangenschaft.

Überlieferung/Literatur

Richer IV c. 41‒47 (Latouche II) S. 204 ff. ‒ Ann. S. Germ. Paris. SS. 3, 168.

Kommentar

Vgl. dazu Lot, Carolingiens 272ff.; Hugues Capet, 28 ff.; Luchaire, Premiers Capétiens, 149 ff.; La Salle de Rochemaure, Gerbert, 283 ff.; Lowis, Church of France, 79 ff. ‒ Ascelin hatte sich zum Schein Karl und Arnulf angeschlossen und am Palmsonntag seine vorbehaltslose Treue bei einem Versöhnungsmahl beschworen (vgl. Kienast, Untertaneneid u. Treuvorbehalt Engl. u. Frank., 48); wenige Stunden später überfiel er den Herzog und bemächtigte sich seiner, so daß König Hugo kampflos in Laon eindringen konnte. Die Gefangenen wurden in das vor feindlichen Angriffen sichere Orleans gebracht, wo Karl vielleicht schon im nächsten Jahre gestorben ist. Er wurde in der Servatiuskirche in Maastricht bestattet. Vgl. Sigeberti Gemblac. chron. SS. 6, 353; Lot, Carolingiens, 277 ff. ‒ Über die Treueverpflichtung der Bewohner von Laon gegen Hugo Capet vgl. Kienast, w. o. 20, Anm. 2.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1028b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0991-03-00_1_0_2_3_0_370_1028b
(Abgerufen am 12.12.2017).