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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Erzbischof Johannes von Piacenza und Bischof Petrus halten „iussione domne Theophanu imperatricis” Gericht in einem Streit um Besitzungen in Forli.

Überlieferung/Literatur

Hübner, Gerichtsurkunden, Nr. 1066.

Kommentar

Es handelt sich hier jedoch nicht um das in Reg. 1019 e angeführte Verfahren, sondern um eine andere Gerichtsverhandlung, die ebenfalls an diesem Tage stattgefunden hat. Petrus ist vermutlich der Bischof von Triest, der auch am 6. Oktober 991 als Beisitzer einer Gerichtssitzung erscheint. ‒ Vgl. Reg. 1039 a. ‒ Ein sicheres Zeugnis für die Anwesenheit der Kaiserin in Ravenna dürfen wir in diesen Nachrichten nicht erblicken; sie kann den Befehl zur Abhaltung von Gerichtssitzungen auch von Rom aus erteilt haben. Vgl. Sickel, Erläut 226, 232. ‒ Zu dieser Gerichtsurkunde vgl. noch Ficker, Forsch. I. 326 und zu der Ortsangabe „foris civitatem Ravenne in loco qui dicitur sablonaria post tribunal palacii quod olim construere iussit dominus Hotto Imperator”. M. Uhlirz, Restitution des Exarchates Ravenna. MIÖG. 50, S. 11 und Exkurs: Die kaiserliche Pfalz vor den Toren Ravennas. ‒ Die Kaiserin hat somit im Exarchat Hoheitsrechte ausgeübt und muß vor allem über Organe der Finanzverwaltung verfügt haben, denen die Einhebung der Bannbußen zustand.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1019f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0990-03-13_1_0_2_3_0_323_1019f
(Abgerufen am 28.03.2017).