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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Auf Anordnung König Ottos wird auf einem sächsischen Landtag, an dem Chorbischof Friedrich als Stellvertreter Erzbischofs Willigis von Mainz teilnimmt, nach Zeugenschaft zahlreicher geistlicher und weltlicher Großer, darunter der Bischöfe Erp von Verden und Dodǫ von Münster, des Herzogs Bernhard von Sachsen und dessen Bruders Liutger, sowie des sächsischen Pfalzgrafen Dietrich und seines Bruders Sigebert, der Grafen Egbert, Esico, Binizo von Merseburg und anderer die Festsetzung sowohl der Grenzen zwischen Ostfalen und Engern, als auch jener zwischen den Diöcesangebieten von Hildesheim und Minden vorgenommen.

Überlieferung/Literatur

Aufzeichnung aus dem 11. Jh. im Staatsarchiv Hannover, die vermutlich nach dem Brand Hildesheims 1013 angefertigt worden ist. Vgl. den Druck im UB. des Hochstiftes Hildesh. I. 24, Nr. 35; Diekamp, Suppl., Westfäl. UB. 83 f, Nr. 519; Lüntzel, Ältere Diöcese Hildesheim, 345 Nr. III. ‒ Reg.: Mainzer UB. I, Nr. 228.

Kommentar

Diese Aufzeichnung, die zweifellos Glauben beanspruchen darf, besitzt, wie schon Hirsch (Jbb. H. II. 2. Bd., 206, Anm. 4) betont hat, besondere Bedeutung deshalb, weil sie das Zusammenfallen der Diözesan- mit den Gaugrenzen und die Geltung der herzoglichen Gewalt in Ostfalen und Engern erkennen läßt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1027, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0990-00-00_3_0_2_3_0_365_1027
(Abgerufen am 29.03.2017).