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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Abreise der Kaiserin Theophanu nach Italien. Von ihren Begleitern werden Bischof Hugo von Würzburg und der italienische Kanzler Adalbert genannt, aber auch der italienische Erzkanzler Petrus von Como und Erzbischof Johann Philagathos von Piacenza dürften dauernd in ihrer Umgebung geweilt haben. Die Führung der Regierungsgeschäfte in Deutschland wird den beiden Mitgliedern der vormundschaftlichen Regierung, dem Erzkanzler Willigis und dem Kanzler Hildibald anvertraut; vermutlich wird auch dem Herzog Heinrich dem Zänker von Bayern ein gewisser Einfluß auf die Außenpolitik zugestanden.

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 174, 175; (Havet) 153 ff.; vgl. Reg. 1020e. ‒ Ann. Hildesh., 25: Theophanu imperatrix, mater regis, Romam perrexit, ibique natalem Domini celebravit, et omnem regionem regi subdidit. ‒ Die Meldung der Ann. August. (SS. 3, 124: Imperator in Romam epiphania ivit et anniversarium patris sui celebravit.) beruht auf einem Irrtum.

Kommentar

Zu dem Zeitpunkt der Reise vgl. Sickel, Erläut. II. MIÖG. 13, 231f.; M. Uhlirz, Jbb. O. III. Exkurs VI. Zur Chronol. d. J. 988‒990. Die Italienfahrt d. K. Theophanu, das Todesjahr Erzb. Adalberos v. Reims u. d. Belagerungen von Laon, S. 458ff. ‒ Zur Stellung des Erzkanzlers Willigis vgl. Böhmer, Willigis, 50 u. Anm. 1; Vorarbeiten III. 145 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1017g, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0989-10-18_1_0_2_3_0_305_1017g
(Abgerufen am 21.10.2017).