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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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König Hugo Capet untersagt dem Erzbischof Arnulf von Reims, sich nach Rom zu dem Papst zur Einholung des Palliums zu begeben. Er durchkreuzt damit den Plan Gerberts, der sich mit Arnulf gemeinsam Bischof Notger von Lüttich anschließen und in Rom eine Begegnung mit der Kaiserin Theophanu vermitteln wollte (Reg. 1016 b). Notger übernimmt auf Bitte Gerberts die Aufgabe, in Rom bei der Kaiserin zugunsten Arnulfs zu wirken und auf der Heimreise das Pallium mitzunehmen.

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 160, S. 142: Conceptam laeticiam Romani itineris, quam vester comitatus ac dominae Th. semper augustae futurum alloquium ampliorem fecerat, senioris mei prohibitio conturbat. Vices ergo meas velut amicus amici obtinete, et ut pallium a domno papa per vos consequamur, et gratiam dominae nostrae per vos ceptam retineamus. Cuius in obsequio Deo annuente in Pascha erimus, nec quisquam erit qui nos ab eius ac filii sui fidelitate ac servitio prohibere possit.

Kommentar

Vgl. zu diesem Schreiben, das zweifellos von Gerbert selbst stammt und nicht von ihm im Namen Arnulfs verfaßt wurde, Vorarbeiten III. 135 ff. ‒ Die geplante Fahrt nach Italien sollte zu Ostern 990 stattfinden; vgl. dazu auch Lettres No. 163.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1017b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0989-10-00_1_0_2_3_0_300_1017b
(Abgerufen am 18.11.2017).