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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Die Kaiserin feiert, wie die Ausstellung von D 51 am 28. Dezember (vgl. Reg. 1009) erkennen läßt, das Weihnachtsfest mit ihrem Sohn in Köln. An ihrem Hoflager weilt außer Erzbischof Egbert von Trier auch Herzog Heinrich von Bayern; das läßt ein Schreiben der Königin Hemma erkennen, das an den Erzbischof Egbert von Trier gerichtet sein dürfte. Wenn auch die Königin noch nicht die volle Freiheit erlangt hatte, so war doch ihre Haft gelockert worden, so daß ihre Teilnahme an einer Besprechung mit Herzog Heinrich von Bayern angeblich daran scheitert, daß ihr das standesgemäße Gefolge fehlte. Heinrich muß somit an den Verhandlungen der Kaiserin Theophanu mit König Hugo Capet und Karl von Niederlothringen, sowie mit Adalbero von Reims beteiligt gewesen sein und sich am Hofe Theophanus aufgehalten haben.

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 147 (Havet) S. 130: Acerba sunt haec tempora, sacerdos Domini ... Moveat vos mea captivitas, praedonum manus. Apud scientem loquor. Ego illa Hemma quondam Francorum regina, quae tot millibus imperavi, nunc nec vernaculos comites habeo, quibus saltem stipata conventus adeam tanti ducis Henr., nec desiderabili praesentia vestra frui licet causa captandae salutis atque consilii.

Kommentar

Vgl. zu der Person des Empfängers und zu der Datierung des Schreibens: Vorarbeiten III. 119.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1008e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0988-12-00_2_0_2_3_0_268_1008e
(Abgerufen am 17.12.2017).