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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Aufenthalt der Kaiserin Theophanu mit dem jungen König und ihrem Gefolge, dem der ehemalige Kanzler Ottos II., Johann Philagathos angehört; sie wird von Herzog Heinrich von Kärnten und einer italienischen Abordnung erwartet. Aufnahme der Tätigkeit der italienischen Kanzlei.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Reg. 1004.

Kommentar

Daß der Aufenthalt in der Meersburg als erste Etappe der Italienfahrt gedacht war, geht aus dem Wiederaufleben der italienischen Kanzlei hervor. Bezeichnend ist auch, daß dem Kloster S. Zeno in Verona die erste Urkunde der Kanzlei zuteil wurde (Reg. 1004). Diese Verfügung hängt zweifellos mit der Gastungspflicht des Klosters zusammen, die bei der Durchreise des Hofes ausgeübt werden mußte. Es hat jedesmal bei der Fahrt über den Brenner den deutschen Herrschern als Raststätte gedient und bei diesen Gelegenheiten Privilegien empfangen. Vgl. M. Uhlirz, Ital. Kirchenpolitik, S. 208, Anm. 3; Schrod, Reichsstraßen u. Reichsverwaltung in Italien, 154. ‒ Zum Beginn der Tätigkeit der italienischen Abteilung der Kanzlei vgl. Kehr, Urkk. O. III., 53 ff.; Sickel. Erläuterungen I., 268 ff. u. Einleitung zu d. DD. O. III., 386 a ff.; Breßlau, Hb. UL. 1 2, 444, 469.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1003l, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0988-08-20_1_0_2_3_0_254_1003l
(Abgerufen am 23.10.2017).