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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Nach dem Tode des Grafen Theoderich II. von Holland kommt es zu neuen Verstimmungen zwischen dem König Hugo Capet und der vormundschaftlichen Regierung. Graf Theoderich II., einer der mächtigsten Vasallen des Reiches in dem Raum der Rhein- und Scheldemündungen war zugleich auch Lehensträger der französischen Krone in den Quatre-Métiers (vier Ambachten), in dem Gebiet von Alost und dem Lande Waes gewesen und nahm als Hafen- und Wikgraf von Gent eine sehr bedeutende Stelle ein. Sein Nachfolger in dieser Doppelvasallität soll jetzt sein zweiter Sohn Arnulf werden, der gleichfalls ein treuer Anhänger des ottonischen Hauses war und daher dessen Haltung gegenüber Karl von Niederlothringen teilte; deshalb wendet sich König Hugo gegen ihn, verwüstet seinen Besitz und belehnt nicht ihn, sondern seinen Sohn Theoderich III. mit den französischen Gebieten, obgleich die Vasallen mit dieser Lösung nicht einverstanden sind.

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 114 (Havet) S. 104. Im Namen Adalberos von Reims an Egbert von Trier. ... Permovemur autem aliquantulum, quod tam sero, quae circa vos essent, nobis significastis, et maxime super causa fratris ac nepotis vestri. Mox quippe ut vestra legimus, et nostrum legatum a palacio accepimus, qui omnia quae fuissent Ar. filium eius regio dono accepisse firmaret. In quo aliud solatium non habemus, nisi quod milites plurimum ab eo dissentire scimus.

Kommentar

Vgl. Reg. 1002/b; Vorarbeiten III. 92 u. Jbb. O. III. 98 f. und Exkurs V. Zur Frage der Genfer Grafen u. der Doppelvasallität an der flandrisch-deutschen Grenze, 449 ff. ‒ Der Bruder des Adressaten war Arnulf, dessen Sohn der Neffe Egberts, Theoderich III.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1001b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0988-04-00_1_0_2_3_0_236_1001b
(Abgerufen am 23.09.2017).