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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Erzbischof Adalbero sendet Gerbert mit Botschaften zu der Kaiserin Theophanu, die sich vermutlich in Duisburg befindet und die notwendigen Vorbereitungen für ihre Teilnahme an dem Feldzug Bischof Notgers von Lüttich gegen Chèvremont trifft. Gerbert warnt Adalbero offenbar von Duisburg aus in einem Schreiben vor den Gefahren, die ihm für den Fall einer Beratung mit den Grafen Odo und Heribert bevorstehen.

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 102, S. 94 f.: Gerbert ad A. archiepiscopo. Qua fiducia quave cautela colloquia O. et H. expetenda vobis sint, pervidete, ne forte propter praesentem obsidionem Caprimontis nova in vos novis dolis undecumque conparentur consilia.

Kommentar

Chèvremont, unterhalb Lüttich am rechten Ufer der Maas gelegen, war eine Burg mit einer größeren befestigten Siedlung; sie bedeutete eine dauernde Bedrohung der Bewohner von Lüttich und Notger war darauf bedacht, seine Bischofsstadt von diesem gefährlichen Gegner, der von Karl von Niederlothringen und der den Ottonen feindlichen Familie der Reginare unterstützt wurde, zu befreien. Vgl. zu diesen Kämpfen: Anselmi gesta epp. Leodiens, SS. 7, 203 u. 14, 108; Alberici Trium-Fontium chron. SS. 23, 771; Aegidii Aureavall. gesta epp. Leod. c. 50, SS. 25, 57 f. ‒ Vanderkindere, Formation territoriale, 2, 190; Wampach, Lux. UB. 1, 272 f. Nr. 195; Lot, Carolingiens, 214 f.; Kurth, Notger, 85 f.; Johnson, Secular activities, 123 f.; Sprömberg, Lothring. Pol. Ottos d. Gr. 17; Ganshof, Ministeriales en Flandre, 242, 254; Moreau, Église en Belgique I., 296 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 995b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0987-06-00_1_0_2_3_0_212_995b
(Abgerufen am 21.09.2017).