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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Kaiserin Theophanu begibt sich mit dem König und wahrscheinlich in Begleitung der Kaiserin Adelheid nach Nimwegen, wo sie beunruhigende Nachrichten über die politischen Spannungen in Frankreich und Lothringen erreichen. ‒ Das Verhältnis König Ludwigs V. von Frankreich zu Erzbischof Adalbero von Reims hat eine neuerliche Verschlechterung erfahren. Der König erhebt gegen Adalbero die schwersten Anschuldigungen, die sich auf sein Verhalten während des Feldzuges Kaiser Ottos II. gegen Paris 978 beziehen, ohne jedoch darin die Zustimmung der Großen seines Landes zu finden. Er macht es Adalbero zum Vorwurf, daß er auch nach dem Tode des Kaisers dessen Familie treue Anhänglichkeit bewahrt und daß er seinen Neffen Adalbero in der Erlangung der Verduner Bischofswürde unterstützt habe.

Überlieferung/Literatur

Richer IV c. 2 (Latouche II) S. 146. Vgl. die Ansprache Ludwigs: Adalbero, Remorum metropolitanus episcopus, homo omnium quos terra sustinet sceleratissimus, contempto patris mei imperio, Ottoni, Francorum hosti, in omnibus favit; eo cooperante, Otto exercitum nobis induxit; eius subtilitate Gallias depopulatus est; eo itineris duces praestante, indempnis cum exercitu rediit ... c. 3, S. 148: Cuius oratio vim suadendi non habuit, eo quod suggestionibus malorum in summum pontificem efferatus praeter iustum aliqua indigna dixisse videretur. ‒ Vgl. auch Lettres de Gerbert, No. 89, S. 80 f., Reg. 989 c.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 989a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0987-02-00_1_0_2_3_0_193_989a
(Abgerufen am 30.05.2017).