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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto schenkt dem Bischof Bernward von Hildesheim ein Gut in Duisburg.

Überlieferung/Literatur

Vgl. die Bestätigung D H. II. 302 f. Nr. 258: Bernuuardus ... adiit, pro predio videlicet, quod antecessor noster piae memoriae Otto tercius imperator in Duisburg sibi improprium ius contradidit, id est unum mansum cum tribus areis et mancipiis, quorum primus Wigo nominatur, illiusque fratre et cum uxoribus et filiis eorum, qui etiam adhuc supersunt, et cum cunctis utensilibus ad id ipsum predium pertinentibus ... ; vgl. Verzeichnis der zur Zeit Bernwards verlieh. Privilegien Ottos III. UB. Hochst. Hildesh. 53, Nr. 60: in Duisburg I mansum cum tribus areis.

Kommentar

Der geringe Umfang dieser Schenkung läßt die Annahme begründet erscheinen, daß sie zur Zeit, als Bernward am Anfang seiner Laufbahn stand und noch nicht Bischof und vertrauter Ratgeber Ottos III. geworden war, erfolgt ist. Es ist naheliegend dabei an seinen Eintritt in die königliche Kapelle und seine Betrauung mit dem Unterricht des jungen Königs zu denken. Die Mitglieder der Kapelle pflegten durch eine Schenkung des Herrschers eine Art Unterhaltsbeitrag zu erhalten; einen ähnlichen Vorgang können wir bei Gerbert von Aurillac anläßlich seiner Berufung in den Dienst Ottos III. (Reg. 1216), und bei den Kapellanen Siggo (DD. 261, 334) und Meinwerk (D 417) verfolgen. ‒ Vgl. Regg. 1244, 1331 u. 1431.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 998, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0987-00-00_2_0_2_3_0_224_998
(Abgerufen am 23.01.2017).