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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Gerbert verfolgt weiterhin seinen Plan, ein Bündnis des ottonischen Hauses mit Hugo Capet zustandezubringen. Er sucht vor allem den lothringischen Adel, die Familie Gotfrieds von Verdun und die Grafen von Luxemburg, dafür zu gewinnen. Die Söhne Gotfrieds zögern jedoch, sich ihm anzuschließen, und Gerbert mahnt sie und Erzbischof Adalbero, dem er seine Absichten mitgeteilt hat, zu größerem Eifer. Entscheidend ist die Mitwirkung der Herzogin Beatrix von Oberlothringen, die in diesen Wochen eine sehr lebhafte politische Tätigkeit entfaltet. Sie steht nicht nur mit ihrem Bruder Hugo Capet dauernd in Verbindung, sondern nimmt auch Ende April an den Beratungen über die lothringische Frage in Duisburg am Hofe Ottos III. und der Kaiserin Theophanu teil (Reg. 968 e).

Überlieferung/Literatur

Lettres de Gerbert, No. 48 (Havet) S. 46 (wahrscheinlich an die Söhne Gotfrieds). Vgl. Reg. 969 c. ‒ No. 60, S. 59. An Adalbero von Reims: Amicitia Hugonis non segniter expetenda, sed omnino conandum, ne bene coepta male abutamur. ‒ Ferner No. 51, S. 48. An den jüngeren Sigfried von Luxemburg.

Kommentar

Vgl. Vorarbeiten III. 45 f., 58 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 969b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0985-04-00_2_0_2_3_0_118_969b
(Abgerufen am 30.05.2017).