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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto schenkt auf Wunsch der Kaiserin Adelheid (quomodo nos dilectissimae aviae nostrae Adalheidis ... votum et petitionem sequendo) aus deren Wittum seiner Tante, der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg die Höfe Wallhausen und Berge in Thüringen in der Grafschaft Wilhelms (von Weimar), sowie Walbeck im Gau Suevon in der Grafschaft Rigdags und das Slavenland Siuseli. ‒ Hildiboldus canc. vice Uuilligisi archiep.; Diktator und Schreiber war HB, der das Tagesdatum und vielleicht auch „in dei nomine feliciter amen” nachgetragen hat. In den leergelassenen Raum wurden die Namen der beiden Grafen von einer anderen Hand eingetragen; MF. SI. 2 „Iusta regiae sublimitatis dominatio est.”

Überlieferung/Literatur

Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt zu Magdeburg, Rep. U 9 Quedlinb. AI a 21.

Vidimierte Abschrift (Papier) vom J. 1690. Niedersächs. Staatsarchiv Hannover, Gelle Br. Des. 25 III no. 12.

Kettner, Antiquitates Quedlinb. (1712) 25, no. 19; MG. DD. O. III. 401 ff., Nr. 7b.

Böhmer 629; Stumpf 878; Dobenecker 529.

Kommentar

Durch einen glücklichen Zufall sind uns Entwurf (D 7 a, Reg. 963) und die eine Woche später entstandene Ausfertigung (D 7b) dieser Schenkungsurkunde erhalten. Dadurch gewinnen wir Einblick in die Arbeitsweise der Kanzlei und in die verschiedenen Auffassungen, die in Bezug auf das Wittum der Kaiserin und über die Verfügungsrechte des Kaisers herrschten. Vgl. Jbb. O. III. Exkurs IV. Schenkungsurkunde Ottos III. f. Mathilde v. Quedlinburg, 444ff. ‒ Zur Datierung vgl. Kehr, Urkk. O. III. 37, 226, 228; Sickel, Erläuter. O. III. 376 f. ‒ Über Wallhausen vgl. Timm, Wallhausen, 455 ff.; Schlag, Kaiserpfalzen, 108; Eggers, Grundbesitz, 69 f., 109; Erben, Besprechung von Eggers, GGA. (1911/8) 162 f.; Eberhardt, Nordthüringen, 3, 7 f., 10; Kirchner, Kaiserinnen, 16, Anm. 20, c, d; Kerrl, Reichsgut, 39, 68. ‒ Berge liegt östlich von Wallhausen. ‒ Vgl. zu der Schenkung: Hoefer, Frankenherrsch. 138 f.; Schlesinger, Landesherrsch. 84, 145 u. Anm. 278; Weirauch, Güterpolitik Quedlinburgs, 124. ‒ Zur geschichtlichen Bedeutung des Schenkungsgebietes vgl. W. Holtzmann, Mitteldeutschland, 1 ff. ‒ Über den Gau Siuseli, der an die Slavengaue Zitizi und Neletizi grenzte, vgl. Reischel, Bezirke des Kreises Bitterfeld, 32 ff.; Schlesinger, w. o., 15, 242. ‒ Die Schenkung erwähnt der sächsische Annalist, SS. 6, 637.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 964, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0985-02-05_1_0_2_3_0_101_964
(Abgerufen am 23.05.2017).