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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Heinrich der Zänker geht nach der Übernahme des Herzogtums Bayern gemeinsam mit dem Markgrafen der Ostmark Liutpald I. gegen die Magyaren vor und gewinnt die von ihnen besetzten Gebiete zurück. Damals dürfte die Burg Melk erstürmt, vielleicht auch die Grenze des Reiches vorgeschoben worden sein. Ob das gemeinsame Placitum des Herzogs und des Markgrafen zur Ordnung der in Verwirrung geratenen Besitz- und Rechtsverhältnisse der Kirche, sowie die von Bischof Pilgrim einberufenen Diöcesansynoden zu Ennsburg (Lorch), Mautern, und zu Mistlbach (bei Wels) zur Regelung der Zehntrechte Passaus jetzt oder 991 nach dem siegreichen Feldzug Heinrichs gegen die Magyaren stattgefunden haben, muß unentschieden bleiben, doch spricht größere Wahrscheinlichkeit für das spätere Datum.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Reg. 1027 a.

Kommentar

Zibermayr (Traditionsbuch Passaus, MIÖG. 26, 383 ff.; Noricum, 324 ff., 366, 386) verlegt die Diöcesansynoden in eine frühere Zeit, nämlich nach dem Amtsantritt Pilgrims, also nach 971.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 979Ia, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0985-00-00_3_0_2_3_0_157_979Ia
(Abgerufen am 21.09.2017).