Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

Sie sehen den Datensatz 50 von insgesamt 1375.

Heinrich, der die Stärke seiner Gegner fürchtet und anscheinend eine Auseinandersetzung vermeiden will, entschließt sich mit Rücksicht auf die feindselige Haltung Herzog Heinrichs des Jüngeren, die von Folkmar getroffene Abrede nicht zu beachten. Er begibt sich von Werla nach Bayern, um dort seine Anhänger zu sammeln.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 3, S. 134: Ad quam (sc. diem) dux Bawariam continuo proficiscens cum venire aut noluisset aut propter Heinricum ducem, qui tunc Bawariis atque Carentis prefuit munere prefati inperatoris, non potuisset ...

Kommentar

Heinrich der Jüngere, der Sohn Herzog Bertholds aus dem Hause der Liutpoldinger, der 976 das Herzogtum Kärnten erhalten hatte, war an dem letzten Aufstand Heinrichs des Zänkers beteiligt gewesen und war 978 gleichfalls zu dem Verlust seines Herzogtums verurteilt worden; er hatte jedoch bald die Verzeihung des Kaisers erlangt und zu Verona im Juni 983 die Belehnung mit Bayern empfangen. Vgl. Jbb. O. II. 92 ff., 103, 186f. Zur Frage, ob Heinrich der Jüngere damals Kärnten erhalten habe, vgl. auch Reg. 963 a. ‒ Er war nicht geneigt, widerstandslos zugunsten des Zänkers auf sein Herzogtum zu verzichten, stand jedoch einer starken Anhängerschaft seines Gegners gegenüber, so daß dieser mit Aussicht auf Erfolg den Kampf beginnen konnte. Über den Weg, den Heinrich der Zänker nach Bayern eingeschlagen hat, und der über Quedlinburg, Rohr (Rara), Bamberg, Nürnberg nach Augsburg führte, vgl. Rieckenberg, Königsstraße, 59 f. ‒ Über den Zeitpunkt vgl. Jbb. O. III. Exkurs II, 428 f.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 956z1, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0984-04-00_4_0_2_3_0_50_956z1
(Abgerufen am 24.01.2017).