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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Die Anhänger Ottos III. erstürmen mit bedeutenden Streitkräften Ala, die Burg des Grafen Egbert des Einäugigen, und bemächtigen sich der reichen Schätze, die Heinrich dort aufgespeichert hatte, sowie der Prinzessin Adelheid, der ältesten Tochter Kaiser Ottos II., und Theophanus.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 3: hostilis immanitas urbem comitis Eckberti, quae Ala dicitur, possedit; destructisque protinus muris intrantes Ethelheidam inperatoris filiam, quae hic nutriebatur, cum pecunia ibi plurimum collecta rapiunt, gaudentesque redeunt.

Kommentar

Vermutlich wurden in Ala die Erträgnisse aus den Silberbergwerken am Harz aufbewahrt, deren Besitz Heinrich für die Fortführung des Kampfes notwendig war. Vgl. Woltereck, Goslar, 191. ‒ Ala wurde früher als die Oelsburg an der Fuse gedeutet (K. Uhlirz, Jbb. O. II. 137), jetzt sucht man die Burg meist in der Umgebung von Goslar, entweder bei dem Stift St. Georgenberg oder auf dem Steinberg. Vgl. Holtzmann, Thietmar, 135, Anm. 10; Kloß, Graftschaftsgerüst, 48 f.; Höfer, Frankenherrschaft 150f.; Strombeck, Quitelingeburg ‒ Ala, 928 ff.; Woltereck, Goslar. 34 ff., 177 ff.; Geppert, Burgen, 212.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 956b2, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0984-04-00_1_0_2_3_0_52_956b2
(Abgerufen am 23.04.2017).