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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Kaiserin Theophanu verhandelt im Beisein ihrer Berater Imiza und Rotbertus über die Vorschläge des an ihrem Hoflager erschienenen Abtes von Bobbio, Gerbert von Aurillac, der seinen Freund, den Erzbischof Adalbero von Reims als treuen Anhänger des ottonischen Hauses empfiehlt. Es ist nicht wahrscheinlich, daß die Kaiserin Adelheid an diesen Verhandlungen teilgenommen hat. Gerbert wurde beauftragt, sich sogleich zu Adalbero zu begeben, dort zugunsten der Nachfolge Ottos III. und einer vormundschaftlichen Regierung Theophanus zu wirken, die Haltung des französischen Königs Lothar und der lothringischen Großen zu beobachten und darüber, wie über die Lage in Deutschland nach Pavia zu berichten. Ende 984 sollte er sich von Reims nach Rom zum Besuch Papst Johanns XIV. begeben. Er tritt um die Jahreswende die Reise nach Reims an.

Kommentar

Diese Vorgänge lassen sich aus den Angaben in den Briefen Gerberts, die er von Reims an Imiza (No. 22, S. 17f., vgl. Reg. 956 s, k/1) und Rotbertus richtete, erschließen (No. 37, S. 35f., vgl. Reg. 956 v/2). ‒ Zu der für Ende 984 geplanten Reise nach Rom vgl. Gerbert, Brief Nr. 25 (Havet S. 20): Si qua nobis significare voletis, usque ad kl. novemb. Remis, VIII. kl. jan. Romae dicetis, si pace uti poterimus. ‒ Es ist das jene Reise, die er in dem oben angeführten Brief an Rotbertus erwähnt. Sie darf jedoch nicht mit der Fahrt verwechselt werden, die Gerbert am 1. Dezember 983, als Kaiser Otto II. schon hoffnungslos erkrankt war, nach Rom antreten wollte, vielleicht auch sogar angetreten hat. Gerbert, Brief No. 16, S. 13. ‒ Dazu Jbb. O. III. 24 ff; M. Uhlirz, Studien zu Gerbert I., 410f.; Vorarbeiten III. 17 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 956x, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-12-00_5_0_2_3_0_23_956x
(Abgerufen am 27.02.2017).