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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Beratungen der Fürsten über die Nachfolge Ottos III. Einige erheben Einsprache dagegen. Auch die Frage der Vormundschaft wird offenbar erörtert und eilends Botschaft an Heinrich den Zänker gesandt, der sich seit Ostern 978 als Gefangener in Utrecht in Gewahrsam des Bischofs Folkmar (Poppo) befindet.

Überlieferung/Literatur

Richer III c. 97 (Latouche II) S. 122: Quem patri succedere in regnum cum aliquot primates voluissent, id ab aliquibus contradictum est.

Kommentar

Zweifellos haben die Fürsten nach dem Eintreffen der Todesnachricht aus Rom noch in Aachen über die Nachfolge Ottos III. beraten. Man hat an dem Erbrecht des Kindes festgehalten, das von seinem Vater als Nachfolger designiert worden war und als Träger der Regierungsgewalt betrachtet wurde, für deren Ausübung es jedoch eines Vormundes bedurfte. Anscheinend hat sich die Mehrheit für die Berufung Heinrichs des Zänkers, des nächsten Schwertmagen des jungen Königs, ausgesprochen, zumal dessen Mutter, die Kaiserin Theophanu, in Italien weilte und als Fremde geringeren Anhang besaß. ‒ Waitz, Vfg. 6 2, 274 ff.; Kraut, Vormundschaft, 3, 121 ff., 134 ff.; Usinger, Erhebung H. II. Jbb. I. 437; Böhmer, Willigis, 27 f.; Kehr, Z.Gesch. O. III. 416, 418, 424; K. Uhlirz, Interventionen, 129; Krüger, Grundsätze, 64, 67; Rosenstock, Herzogsgewalt, 34 f.; Königshaus u. Stämme, 31 ff., 34; E. Mayer, GGA. 181 Jg. (1919) 164 ff.; Kern, Gottesgnadentum, 14, 43, Anm. 83; Lerche, Eheverbindungen, 3 ff., 25 ff.; Kieme, Germanische Gemeinschaftsformen (1939), 192; Mitteis, Krise d. dtsch. Königswahlrechtes, Sb. München, 1950, 76f. ‒ Vgl. Jbb. O. III. 10 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 956v, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-12-00_3_0_2_3_0_21_956v
(Abgerufen am 24.07.2017).