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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Krönung Ottos zum deutschen König und zum König Italiens durch Erzbischof Willigis von Mainz und Erzbischof Johannes von Ravenna nach dem bei den deutschen Krönungen eingehaltenen Mainzer Ordo.

Überlieferung/Literatur

Thietmar III c. 26, S. 130: die proximi natalis domini ab Johanne archiepiscopo Rawennate et a Willigiso Magociacense in regem consecratur Aquisgrani; Ann. Hildesh. ad a. 984 u. Ann. Quedlinb. SS. 3, 64: Filiolus imperatoris, tertius videlicet Otto, per unctionem Johannis Ravennatis archiepiscopi Aquisgrani in die natalis domini unctus est in regem; Vita Meinwerci c. 4, S. 7: Rex autem puer in proximo natali Domini, ipsa sancta die, unctione Johannis Ravennatis archiepiscopi Aquisgrani rex consecratus; Wolfheri vita Godehardi post. c. 5, SS. 11, 200; Lamperti ann. Hersfeld. ad a. 984; Ann. Colon. SS. 1, 99; Ann. Ottenbur. ad a. 984 SS. 5, 5; Actus fund. Brunvil. mon. c. 10: patre adhuc vivente, SS. 14, 130.

Kommentar

Jbb. O. III. 9; Richter-Kohl, Annalen, III/1. 141 f.; Eichmann, Königskrönungsformel, H JB. 45. 549; Schramm, Krönung in Deutschland, ZRG. kan. Abt. 24, 280 ff.; Huyskens, Königskrönung in Aachen (1935), 1 ff. ‒ Die Krönung fand am 25. Dezember, einem Dienstag, statt und nicht am 24., wie Wilmans (Jbb. O. III. 3) im Anschluß an die Hildesheimer Annalen angenommen hatte. ‒ Erzbischof Johannes von Ravenna wird als höchster italienischer Kirchenfürst, der im Range unmittelbar unter dem Papst stand, an erster Stelle genannt. Vermutlich hatten die italienischen Großen in Verona die Forderung erhoben, daß er bei der bevorstehenden Krönung in Aachen maßgebend beteiligt sein sollte. Der Kaiser hatte gehofft, durch die Teilnahme des Ravennater Erzbischofs seinem Sohn die Nachfolge in Italien zu sichern; aber trotz der gemeinsamen Wahl, Salbung und Krönung sind die Rechte Ottos III. im allgemeinen erst anerkannt worden, als er 996 selbst nach Italien kam und die Herrschaft übernahm. ‒ Waitz, Vg. 6 2, 212; Usinger, Erhebung Heinrichs II. (Hirsch, Jbb. H. II, 2, 436); Maurenbrecher, Königswahlen, 68; Kehr, Gesch. O. III., HZ. 66, 435 f.; Urkk. Ottos III., 197, Anm. 1; Becker, Königtum d. Thronfolger (1913) 13 f.; Kröner, Wahl u. Krönung (1901) 41 ff.; Haase, Königskrönungen (1901) 28 f.; Klippel, Königsrechte auf Italien, 12, 20. ‒ Zur Bedeutung der Wahl Aachens als Krönungsort: Schramm, Renovatio, 1 (1929) 68, 93. ‒ Zu dem Vorrecht des Mainzer Erzbischofs: Stutz, Erzbisch. v. Mainz (1910) 19; Reims u. Mainz (1921), 431; Oppermann, Fränkischer Staatsgedanke (1929) 13 f.; Euler, Willigis, 30 ff.; Böhmer, Willigis (1895), 26; Schramm, Krönung i. Dtschl. ZRG. kan. Abt. 24, 279 ff. ‒ Zu der in Italien 983‒996 üblichen Datierung der Urkunden: Chiapelli, Formazione storica (Arch. stor. it. (1928), 46f.; Cipolla, Mon. Novalic. I. FF. 31, 414f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 956t, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-12-00_1_0_2_3_0_19_956t
(Abgerufen am 19.01.2017).