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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Gegen den ausdrücklichen Wunsch des verstorbenen Erzbischofs Adalbert hat die Magdeburger Domgeistlichkeit ihren ehemaligen Scholaster Ohtrich zu dessen Nachfolger gewählt und läßt durch eine Gesandtschaft den Kaiser in Rocca de Cedici um seine Bestätigung ersuchen. Otto II. aber hat bereits, wohl auch im Einverständnis mit dem verstorbenen Erzbischof, beschlossen, das verhältnismäßig unbedeutsame Bistum Merseburg ‒ sicher nicht zuletzt dem Ehrgeiz des überdurchschnittlichen Bischofs Gisiler zu Liebe ‒ aufzuheben, durch seine Aufteilung an die benachbarten Diözesen Halberstadt, Zeitz und Meißen diese wesentlich zu stärken und den seines Bistums ledigen Gisiler nun zum Erzbischof von Magdeburg zu machen. Zum Vorwand wurde die fehlende schriftliche Zustimmung zur seinerzeitigen Gründung Merseburgs durch Otto I. 967 von seiten des Bischofs Hildiward von Halberstadt angegeben.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 856a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0981-08-00_1_0_2_2_0_464_856a
(Abgerufen am 30.05.2017).