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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Der Kaiser bereitet einen Zug nach Italien vor, auf dem ihn die Kaiserin und der Sohn begleiten sollen. Seine beiden Töchter läßt er zurück: Adelheid in der Ölsburg (Thietm. chron. IV. c. 3, MG. SS. n. s. IX. 134) und Sophie in Gandersheim. Mit seiner Vertretung im Reich betraut er den Erzkanzler Willigis und Herzog Bernhard von Sachsen, in Niederlothringen bleibt Herzog Karl (custos patrie domi dimissus: Aufgebot von 981 bei Uhlirz Jb. S. 247). Auch die Erzbischöfe von Salzburg, Magdeburg, Hamburg, Köln (vgl. Chron. reg. Colon. ad 980 [MG. SS. XVII. 741], Uffingi vita s. Idae II. c. 6‒8 [MG. SS. II. 575 f.]) und Trier (vgl. Görz Mittelrhein. Reg. I, 308 no. 1071) bleiben daheim. Bischof Heinrich von Augsburg schließt sich dem Zug an, macht aber vorher bezeichnenderweise sein Testament (vgl. seine Urk. vom 4. Oktober 980 bei Gerhardi vita Udalrici c. 28. MG. SS. IV. 418), ferner ziehen mit: die Bischöfe Dietrich von Metz, Hildibald von Worms, Gisiler von Merseburg, Herzog Otto von Schwaben und Bayern sowie zahlreiche andere, darunter Ohtrich, ein Mitglied der kais. Kapelle. Zunächst geht es an den Rhein.

Kommentar

Vgl. auch Uhlirz Jb. Exkurs VIII, S. 247 ff.: Das Aufgebot des Kaisers vom Jahre 981. Zu Ohtrich vgl. Uhlirz Gesch. des Erzbistums Magdeburg S. 82. Vgl. auch Steffanides, Kaiserin Adelheid S. 64, ebenso Holtzmann, Kaiserzeit S. 274, die Abtissin Mathilde mit dem Kaiser über die Alpen ziehen lassen, obwohl diese, die 978 ihre Mutter nach Burgund begleitet und während des ganzen Jahres 979 nirgends in den Urkunden ihres Bruders aufscheint, erst zu Ostern 981 in Rom wieder in seiner Umgebung genannt wird und daher möglicherweise mit ihrer Mutter zu ihm gestoßen ist. Vgl. als letztes D. mit Mathilde als Intervenientin D. 170 (Reg. 761) das Reg. 771 a Gesagte, Uhlirz Jb. S. 111, A. 20, und 152.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 823a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0980-10-00_1_0_2_2_0_419_823a
(Abgerufen am 28.06.2017).