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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Hier trifft eine französische Gesandtschaft bei Otto II. ein, die im Namen König Lothars dem Kaiser ein heimliches Friedensangebot macht. Der König bedurfte einer Stütze, da sein Verhältnis zu Herzog Hugo Capet recht zweideutig war, obwohl dieser seine Zustimmung zur Königswahl des dreizehnjährigen Thronfolgers Ludwig gegeben hatte, der zu Compiègne am 8. Juni 979 vom Erzbischof von Reims gekrönt worden war. Der Kaiser nimmt die Botschaft an und es wird eine Zusammenkunft der beiden Herrscher für Mai verabredet.

Überlieferung/Literatur

Richer III, c. 78. (MG. SS. III. 624): Lotharius considerans Ottonem neque dolis falli, neque viribus posse devinci, ... multum apud se quaerebat, utrum potius foret stare contra hostem an reconciliari hosti. Aus Furcht, Herzog Hugo könnte sich mit Otto wider ihn verbinden, will er sich mit diesem aussöhnen, eo quod ipse vir virtutis esset, et per illum non solum dux mansuesci posset, sed et aliarum gentium tiranni subiugari utiliter valerent. Über die Verhältnisse in Frankreich vgl. Richer III, c. 86 (625 f.) und 91 (626 f.).

Kommentar

Vgl. Lot a. a. O. S. 114. ‒ Uhlirz Jb. S. 131.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 809a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0980-03-00_1_0_2_2_0_399_809a
(Abgerufen am 23.03.2017).