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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto bestätigt über Verwendung des Bischofs Adelgisus von Como der bischöflichen Kirche von Como die Verfügungen seiner Vorgänger Karl, Ludwig, Lothar, Ludwig, Karl und Berengar, insbesondere die Immunität. ‒ Egbertus canz. advicem Huberti archicap.; außerhalb der Kanzlei nach dem D. Ludwigs des Blinden von 901 (Böhmer Reg. Kar. 1458) verfaßt; M. „Credimus deo omnipotenti esse acceptum.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Kopien: Collectio privil. Cumanae ecclesiae des 14.Jhs.f. 19' in der Biblioteca Ambrosiana zu Mailand (A); Cod. privil. Cumanae ecclesiae aus dem Anfang des 16. Jhs. f. 39 im Bischöfl. Archiv zu Como (B).

Ughelli Italia sacra ed. I, 5, 264 aus B zu 988, als DO. III.; CD. Langob. 1384 no. 788; MG. DD. O. II., S. 187 ff., no. 166.

Stumpf 717.

Kommentar

Über die Rekognition vgl. Erläut. S. 94, A. 2, über das Eschatokoll den Exkurs Fantas ebenda S. 555, A. 1, vgl. auch S. 93. ‒ Stengel I, S. 9, A. 4, S. 340, A. 4. Vgl. auch das zu D. 163 (Reg. 751) und zu D. 62 (Reg. 641) Gesagte. ‒ Vgl. Bresslau in NA. 3, 99 mit 988 und in 34, 77, A. 5, wo er betont, daß der von Rieger als „Gerbertus” emendierte Kanzler „Edbertus” zweifellos noch „Egbertus” war. Ferner ist er mit Recht der Meinung, daß die Stelle von „et insuper canonicis” bis „successoribus” samt den vorhergehenden Worten „Locarnis” bis „et porta” (MG. DD. O. II. S. 188, Z. 20 ff.), „obwohl Sickel sie nicht beanstandet hat, höchst wahrscheinlich ... interpoliert” sind (vielleicht 1026 unter Konrad II., vgl. DKo. II. 52 und S. 83, A. 4), denn die Grafschaft Bellinzona kam erst im 11. Jahrhundert „höchstwahrscheinlich” an Como. Dazu ist auch noch folgendes zu sagen: die Einschaltung des Passus ist ganz unpassend, obwohl er sich in Böhmer 1458 ebenso findet. Das spräche also für die Verfälschung beider DD. und wird durch den Umstand erhärtet, daß die Grafschaft außerdem nur in DK. 202 (Mühlbacher2 405) (Verfälschung) erwähnt ist; dann bestätigt Heinrich II., (D. 74, Stumpf 1383) dem Bistum Como seinen Anteil an dem Kastell Bellinzona. Im D. Arduins (no. 4, Stumpf 1841) und Konrads II. (no. 153, Stumpf 1907) fehlt an dieser Stelle auch noch der Comitat und ist durch eine bessere Formel ersetzt. Das Schloß Bellinzona war eine Schenkung Arduins an Como unter Otto III. (s. Bresslau a. a. O.) ‒ Vgl. auch Darmstädter Reichsgut S. 88 f

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 754, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0977-10-05_1_0_2_2_0_314_754
(Abgerufen am 28.07.2017).