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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto schenkt in Anerkennung der Verdienste des Bischofs Anno von Worms der Kirche des hl. Petrus zu Worms die Abtei Mosbach im Gau Wingarteiba in der Grafschaft Conos mit allem namentlich aufgezähltem Zubehör (qualiter nos inspicientes fidem venerabilis episcopi Annonis semper erga nostram maiestatem indubitatam et memoria retinentes servitium nostre celsitudini ab eo sepius impensum ad ecclesiam sancti Petri ... que est in Wormatia civitate constructa, cui etiam presidet ipse fidelis noster Anno prefatus episcopus, quandam nostre proprietatis abbatiam Mosebach nuncupatam in pago Wingarituueibon Cononis comitatu sitam ... in perpetue potestatis usum tradimus. Hec autem sunt nomina locorum illuc pertinentium: Aliza, Geraha, Bienenheim, Iagusueld, Horegeheim, Sulzbach, Vdilingon, Chessaha, Cimbra, Daleheim, Scaflenza, Mechedemulin, Larbach, Ubarechheim, Hasmaresheim, Cella, Breidenbrunno, Suueigera, Mulinhusa, Malsca, Rorheim, Babestat, in pago Nichgouue Dutdunueld ...). ‒ Egbertus canc. advicem Willigisi archicap.; wahrscheinlich von HB. verfaßt. „Notum sit omnibus dei.”

Überlieferung/Literatur

Ehemals Karlsruhe Badisches Generallandesarchiv (A). Nur mehr in Photokopie erhalten.

Chartul. Wormat. aus der Mitte des 12. Jhs. f. 19' in der Bibliothek zu Hannover (C).

Schannat Hist. Worm. 2, 24 no. 27 ex archivo eccl. cath. Worm.(S); Wirtemb. UB. 1, 221 no. 190: Ussermann Episcopat. Wirceburg., prob. 118 no. 115 aus aS; MG. DD. O. II., S. 160 f., no. 143; Albert in Zeitschr. f. d. Gesch. des Oberrheins NF. Bd. 23, 616.

Böhmer 516; Stumpf 690.

Kommentar

Da HB. erst zwei Jahre später unter Hildibald als eigentliches Mitglied der Kanzlei erscheint, hält Lechner MIÖG. 22, 361 ff., bes. 544, 555 f., 559, die Urkunde für anfechtbar Vgl. N.A. 27,545 daß man sich unter Umständen den Zweifeln Lechners an D. 143 wird endlich anschließen müssen. Dagegen schon Uhlirz Jb. Exkurs I, S. 217 ff. Gegen Uhlirz wieder Lechner MIÖG. 25, S. 91 ff., bes. 108. Da taucht NA. 22, 597, im Antiquariat Halle in München das Original des D. auf, wandert nach NA. 24, 770, in das Antiquariat Ludwig Rosenthal (1898) und erscheint dann in der Sammlung des Geh. Hofrats Marc Rosenberg in Karlsruhe (Marc Rosenberg, Badische Sammlung V. Repertorium der Handschriften. 1899, S. 45, Nachtrag), wonach Peter P. Albert es in „Die ältesten Nachrichten über Stift und Stadt Mosbach” (in Zschr. f. d. Gesch. des Oberrheins. NF. Bd. 23, S. 616, abdruckt. Dagegen noch einmal Lechner in derselben Zschr. NF. 25, wo er D. 143 auch weiterhin mit seinen alten Gründen zweifelhaft nennt (S. 156). Albert verspricht dagegen in Zschr. für Gesch. d. Oberrheins NF. 25, 357, ein Faksimile der Originalurkunde. ‒ Vgl. auch Stengel: Die Verfasser der deutschen Imm. priv. d. 10. u. 11. Jhs. (Marburger Hab. Schrift 1907), S. 69, 70, no. 5, auch Stengel Dipl. I, 199 ff. ‒ Über die Ortsnamen vgl. Lechner MIÖG. 22, 559 und Albert 617 ff. ‒ Laut Auskunft des Badischen Generallandesarchivs vom 1. 10. 1946 ist ein großer Teil der Rosenbergschen Sammlung, darunter auch das Original von DO. II. 143, bereits während des ersten Weltkrieges einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen, doch besitzt das Generallandesarchiv eine photographische Reproduktion der Urkunde.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 728, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0976-11-15_1_0_2_2_0_281_728
(Abgerufen am 19.01.2017).