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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto schenkt über Bitte seiner Gemahlin Theophanu und des Bischofs Gisiler von Merseburg der bischöflichen Kirche zu Merseburg einen Forst in diesem Bistum im Gau Chutizi und in der Grafschaft Gunthers innerhalb bestimmter Grenzen zwischen Saale und Mulde gelegen und damit zugleich den Wildbann (quia dilectissima coniunx nostra Theophanu nec non fidelis noster Gisalherius sanctę Mersiburgensis ecclesię, venerabilis episcopus ... petierunt a nostra proprietate predictę ecclesię donari forestum in eodem episcopatu et in comittatu Gunterii comitis et in pago Chutizi situm cum banno adpertinenti... inter Salam ac Mildam fluvios ac Siusili et Plisni provincias iacentem ... qualescumque venationum species in his modo sint terminis vel nutriantur seu ex magna procedant silva quę Miriquido dicitur, ut sint nostra imperiali pace securae admodum auctoritative iubemus). ‒ Vvilligisus canc. vice Rotberti archicap.; Fälschung; ursprünglich vielleicht von HB. (vgl. Stengel I, S. 429, A. 17) verfaßt, dürfte das D. bald verlorengegangen oder vernichtet worden sein, doch hatte sich ein Auszug mit ausführlicher Datierung erhalten, nach dem unter Bischof Thietmar nicht vor 1016 mit Beihilfe von D. 89 als Diktatvorlage und eines D. Heinrichs II. von der Hand des Guntherius F. das vorliegende D. 90 angefertigt wurde; M. „Cum nostrae condignum esse censeatur.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Aufzeichnung in Diplomform aus dem Anfang des 11. Jhs. im Domstiftsarchiv zu Merseburg (A).

Wideburg Res Misn. (Hamburg 1732) 85; CD. Saxoniae regiae I, 1, 255, no. 19, aus A; MG. DD. O. II., S. 104 f., no. 90; Kehr Merseburger UB. 11 no. 12 aus A mit Kommentar.

Böhmer 479; Stumpf 635.

Kommentar

Die ungewöhnliche Datierung. „Anno dominicae incarnationis DCCCCLXXIIII, indictione II, anno vero regni domni Ottonis secundi XIII, imperii autem VII, data est III. kal. septemb.” kann am ehesten als dem echten DO. II. entnommen betrachtet werden; vgl. Vorbemerkung von Sickel S. 105, und Erläut. S. 112, A. 3; 131, A. 1. ‒ Über Guntherius F. vgl. die Vorbemerkung S. 105 und Stengel I, S. 228. ‒ Die Vollziehung und Datierung von D. 90 erfolgte erst zu Frose. ‒ Vgl. auch Stengel I, S. 340, A. 2; 592, A. 3. ‒ Über die Verschiebung des Itinerars mit D. 89 vgl. Ficker 2, 275. ‒ Das D. ist unbesiegelt. ‒ Zu „Miriquido” vgl. Förstemann II3/2, S. 300. ‒ Auch Uhlirz Gesch. d. Eb. Magdeburg, S. 163 ff. ‒ Vgl. Reg. 930 a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 671, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0974-08-30_2_0_2_2_0_190_671
(Abgerufen am 28.05.2017).